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Bezirk Schwaben

Ausstellung „Tiere! Hanne Kroll und Matthias Hirtreiter“ in der Schwäbischen Galerie im Museum Oberschönenfeld bis 13. September verlängert

03.07.2020 Da die Ausstellung „Tiere!“ mit Gemälden von Hanne Kroll und Skulpturen von Matthias Hirtreiter aufgrund der Ausgangsbeschränkungen erst mit fast zweimonatiger Verspätung starten konnte, wird sie nun bis zum 13. September verlängert.

Ausstellung: Tiere! Hanne Kroll und Matthias Hirtreiter
Skulptur eines den Schlamm abschüttelnden Hundes (Bild: Barbara Magg)

Mit einer Auswahl von Arbeiten aus einem Jahrzehnt wird deutlich, dass sich beide ausstellenden Künstler auf eine ungewöhnliche Weise mit dem Thema Tier auseinandergesetzt haben.

Die Malerin Hanne Kroll findet ihre Motive meist in ihrer unmittelbaren Umgebung. Seit einigen Jahren sind es Tiere, die sie in verschiedenen Situationen wiedergibt und spannungsreich auf der Leinwand inszeniert.

Stets geht es Hanne Kroll auch darum, welche Rolle das Tier in der Gesellschaft spielt: im Hinblick auf das Lieblingstier in verschiedenen Kulturen oder im Spannungsfeld zwischen Zucht und Überzüchtung – man denke an den Koi oder an den Chihuahua.

Für den Bildhauer Matthias Hirtreiter wird das Tier zum Symbol für eine bestimmte Problematik: So symbolisiert beispielsweise die Heuschrecke Angst und kann auf der anderen Seite für die Auferstehung Christi stehen.

Mit der Skulptur eines den Schlamm abschüttelnden Hundes wird deutlich, wie überzeugend Matthias Hirtreiter die Lebendigkeit eines Tieres wiedergeben kann. Doch hinter dieser unmittelbar wirkenden Darstellung steckt für den Künstler eine tiefere Bedeutung: Er sieht darin ein Sinnbild für den Menschen, der immer wieder versucht, seine Verhaltensweisen abzulegen, was ihm aber nur bisweilen gelingt.

So unterschiedlich die Techniken und Arbeitsweisen von Hanne Kroll und Matthias Hirtreiter auch erscheinen, so basieren die Arbeiten beider Kunstschaffender auf intensivem Naturstudium. Vor allem aber geht es sowohl Hanne Kroll als auch Matthias Hirtreiter darum, menschliches Handeln in der Darstellung eines Tieres widerzuspiegeln.

Hanne Kroll wurde 1980 in Starnberg geboren, sie studierte Kunstgeschichte, Kunstpädagogik und Psychologie an der Universität Augsburg und von 2007 bis 2015 Freie Malerei an der Akademie der Bildenden Künste München, bei Prof. Anke Doberauer und an der Akademie der Bildenden Künste Nürnberg, bei Prof. Ralph Fleck; 2007–2011 hatte sie einen Lehrauftrag für Malerei am Lehrstuhl für Kunstpädagogik der Universität Augsburg. Sie erhielt unter anderem den Kunstpreis der Stadt Donauwörth und den Johann-Georg-Fischer-Kunstpreis der Stadt Marktoberdorf.

Matthias Hirtreiter wurde 1979 in Deggendorf geboren. Nach einer Ausbildung zum Glasbildner an der Glasfachschule Zwiesel war er zwei Jahre lang an verschiedenen Glasherstellungsbetrieben tätig. Von 2008 bis 2014 studierte er an der Akademie der Bildenden Künste München, in der Klasse für Keramik und Glas bei Prof. Norbert Prangenberg und Prof. Markus Karstieß und legte 2015 sein Diplom für Freie Kunst ab.
2014 erhielt er den „Westerwaldpreis“ in der Kategorie „Skulptur/Installation“.

Die ursprünglich für Anfang Juli geplante Ausstellung „Zweimal konkret – Beatrix Eitel und Ursula Geggerle-Lingg“ wird ab dem 27. September zu sehen sein.

Öffnungszeiten:
Di – So von 10-17 Uhr, Feiertage geöffnet.
Für Gruppen auch nach Vereinbarung.

Ansprechpartnerin:

Dr. Mechthild Müller-Hennig
wissenschaftliche Mitarbeiterin

Museum Oberschönenfeld
Oberschönenfeld 4
86459 Gessertshausen
Telefon: (0 82 38) 30 01-0
Fax:      (0 82 38) 30 01-10
E-Mail: mos@bezirk-schwaben.de 
mos.bezirk-schwaben.de

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