Museum Oberschönenfeld: Schwäbische Galerie präsentiert Ausstellung „Gedankenpflücken“

18. Juli 2022 : Wie sich mit Hilfe von Collage, Malerei, Zeichnung und Objektkunst Geschichten erzählen lassen, können Interessierte ab 27. Juli in der Schwäbischen Galerie des Museums Oberschönenfeld entdecken. Das Bezirksmuseum ergänzt die ausgestellten Arbeiten der Künstler/-innen Elisabeth Bader, Ricarda Wallhäuser und Stefan Winkler um ein umfangreiches Begleitprogramm für Jung und Alt.

Von 27. Juli bis 16. Oktober zeigt die Schwäbische Galerie im Museum Oberschönenfeld die Werkschau „Gedankenpflücken – Arbeiten von Elisabeth Bader, Ricarda Wallhäuser und Stefan Winkler“. Im Fokus stehen aktuelle Themen und alltägliche Betrachtungen. Führungen, Workshops für Kinder und ein Gespräch mit den drei Kunstschaffenden am 16. Oktober ergänzen das Ausstellungsprogramm. „Besucherinnen und Besucher erwartet eine Fülle von Eindrücken und interessanten gedanklichen Impulsen“, sagt Bezirkstagspräsident Martin Sailer. „In unserer Schwäbischen Galerie trifft ab dem 27. Juli die Redensart ‚Der Name ist hier Programm.‘ wirklich zu.“

Den Titel der Ausstellung entwickelten Bader, Wallhäuser und Winkler gemeinsam mit Ausstellungskuratorin Gudrun Szczepanek. „Gedankenpflücken“ soll für den spielerischen Umgang und die gestalterische Umsetzung von Gedanken und Wahrnehmungen stehen. Alle ausgestellten Werke besitzen weitere Gemeinsamkeiten: Sie stellen Geschichten aus dem Leben dar, der Fokus liegt auf dem Alltäglichen. 

 

Die Kunstschaffenden im Überblick

 

Elisabeth Bader

Die 1978 in Kempten geborene Künstlerin studierte an der LMU München Kunst- und Gehörlosenpädagogik. Sie schloss ein einjähriges Aufbaustudium der Malerei, Radierung und Lithographie an der Facultad de Bellas Artes in Madrid an. Bader erhielt diverse Kunstpreise, darunter 2010 den Kunstförderpreis der Dr.-Rudolf-Zorn-Stiftung Kempten, 2012 den Kunstpreis der Skulptura 12 in Buxheim, 2018 den Krumbacher Kunstpreis sowie 2021 Kunstpreis der Stadt Kempten. Die Allgäuerin findet ihre Inspiration vor allem in der Natur. In ihren Werken, die meist aus organischen Materialien bestehen, spürt sie der vielfältigen Gestalt von Lebewesen und Pflanzen nach. Die Künstlerin nutzt gerne scheinbar nutzlos Gewordenes, das im Kontext ihrer Objekte an Wertschätzung gewinnt und neue Inhalte vermitteln soll. Baders hintersinniges Spiel mit Materialien, Strukturen und Formen zeigt großen Respekt vor der Kraft der Natur und des Lebens.

 

Ricarda Wallhäuser

Die freie Künstlerin wurde 1972 in Siegen geboren und ist Professorin für Visuelle Kommunikation und Grafik-Design an der SRH Berlin University of Applied Sciences. Ihr Studium der Visuellen Kommunikation an der Kunsthochschule Kassel schloss sie 2001 als Meisterschülerin ab. Wallhäuser pendelt seit 2018 zwischen Berlin und Argenbühl im Allgäu. Das Werk der Künstlerin, in dem seit 2011 das Medium Collage dominiert, ist in zahlreichen Ausstellungen im In- und Ausland vertreten. Ihren Arbeitsprozess beschreibt Wallhäuser als „Bilderernte“: Indem sie Material findet, zuschneidet und neukomponiert, konstruiert sie spielerisch neue Realitäten. Wallhäusers hintergründige Collagen erzählen fiktive Geschichten, die sich auf verschiedene Arten interpretieren lassen.

 

Stefan Winkler

Der Maler unter den drei Kunstschaffenden kam 1968 in Immenstadt zur Welt. Winkler studierte an der Fakultät für Gestaltung und Freie Kunst der Bauhaus Universität Weimar. Seit 2000 ist er als freischaffender Künstler in zahlreichen Gruppen- und Einzelausstellungen sowie in öffentlichen Sammlungen vertreten. In seiner Laufbahn hat der Allgäuer diverse Preise und Stipendien erhalten, etwa 2003 den Oberallgäuer Kunstpreis, 2009 den Kunstpreis der Stadt Kempten, von 2012 bis 2014 das Stipendium der Pro Arte Ulmer-Kunststiftung und 2015 die Förderung im Atelierprogramm des Berliner Senats. Winklers Bilder und Papierarbeiten entstehen intuitiv: Den Anfang bilden Erinnerungsfragmente, Skizzen und seine Vorstellungen von Realitäten. Der Künstler schafft vielschichtige Kompositionen, mit denen er dem Zusammenspiel von Farben und Formen im autonomen Bildraum nachspürt. Dabei lässt er sich vom Arbeitsprozess leiten und schafft abstrakte Bildräume von großer Leuchtkraft, die mitunter Gegenständliches aufscheinen lassen. Bei alldem lässt sich Winkler jedoch nicht auf eine bestimmte Stilrichtung festlegen.

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