Museum Oberschönenfeld Museum Oberschönenfeld
Bezirk Schwaben
Zweimal konkret - Bild 4
Zweimal konkret - Bild 2
Zweimal konkret - Bild 3
Zweimal konkret - Bild 1
Ursula Geggerle-Lingg: Golden Gate
Beatrix Eitel: Cloud

Zweimal konkret. Beatrix Eitel und Ursula Geggerle-Lingg

Sonderausstellung in der Schwäbischen Galerie
27. September bis 10. Januar 2021

Die Schwäbische Galerie präsentiert Installationen, Objekte, Bilder und Zeichnungen von Beatrix Eitel und Ursula Geggerle-Lingg aus den letzten fünf Jahren. Viele der Arbeiten werden in Oberschönenfeld erstmals ausgestellt. Ausgehend von Linie, Fläche und Raum schufen die beiden Künstlerinnen geometrisch erscheinende Bildwelten, die miteinander in Dialog treten. Beide arbeiten mit diversen Materialien und stets in stark reduzierter Weise. Doch bei allen Gemeinsamkeiten gibt es auch grundlegende Unterschiede.

Zunächst einmal spielt für Beatrix Eitel die Zeichnung eine zentrale Rolle. Auf Hunderten von Blättern entwickelte sie ihre konkrete Formensprache: Stark reduzierte Elemente ordnet sie in serieller Reihung an und vermittelt damit den Eindruck von unendlicher Fortsetzbarkeit. Bisweilen kommt es zu kleinen Abweichungen, die wiederum neue Strukturen generieren. In ihren gefalteten, mehrschichtig gelagerten und teils perforierten Papierarbeiten spielt sie mit der Gegenüberstellung von Kreisen und Kreuzen, die dann durch Überlagerungen miteinander verschmelzen. Eine Art Relief entsteht.

Mit Arbeiten aus bedruckten Materialien aus ihrem alltäglichen Umfeld erschließt Beatrix Eitel den Raum auf vielfältige Weise: vom Relief über fragile, filigrane Gebilde bis hin zu einer voluminös angelegten Deckenarbeit. Und schließlich findet hier eine Entfremdung von der Ausgangsbasis des Materials statt.

Auch Ursula Geggerle-Lingg arbeitet teilweise mit vorgefundenen Materialien, die sie verfremdet. Bei ihr steht ebenfalls die serielle Aneinanderreihung im Mittelpunkt: Kreuzungspunkte zwischen senkrechten und waagerechten Linien verweisen ins Unendliche. Gitterstrukturen entstehen. Diese finden eine Fortsetzung in den Fliesen des Bodens der Galerie: Stets gliedert die Künstlerin ihre Installationen konsequent in den jeweiligen Ausstellungsraum ein.

Mit ihren Bildern reizt Ursula Geggerle-Lingg auch im zweidimensionalen Bereich verschiedene Möglichkeiten aus, die in einfachen geometrischen Elementen stecken. Die Reduktion auf zwei bis drei Farben lässt das jeweilige Motiv besonders prägnant erscheinen. Kreuzungspunkte können dabei in dichter Anordnung den Eindruck eines Gewebes vermitteln oder mit einer lockeren Struktur Transparenz und Tiefe suggerieren. Doch immer erscheinen die Malereien der Künstlerin wie Ausschnitte aus einem großen Kontext.  

Beatrix Eitel

1964 in Kronstadt/Rumänien geboren
1981–1988 Studium an der FH München, Kommunikationsdesign
Seit 1992 freischaffend tätig, lebt seit 2007 in Büttelbronn, Lkr. Weißenburg-Gunzenhausen 
Regelmäßige Teilnahme an der Ausstellungsreihe SIE – Weibliche Positionen in der Kunst, Alte Schranne, Nördlingen (im Rahmen der Rieser Kulturtage Nördlingen)
2014 Teilnahme an der Ausstellung Berlin-Dresden-München „Sehnsucht“ Malerei und Installation, Otto-Galerie, München
2014 Strich und Faden, Rathausfoyer der Stadt Stadtbergen
2015 schwarz/weiß und ein bisschen Farbe, Städtische Galerie Pfaffenhofen an der Ilm
2016 Kunstpfad Donau-Ries
2017 Kulturweg Pfaffenhofen an der Ilm 

Öffentliche Ankäufe:
Stadt Ingolstadt 
Bayerische Staatsgemäldesammlungen, München 
Vermessungsamt Pfaffenhofen
Stadt Stadtbergen

Ursula Geggerle-Lingg

1957 in Neu-Ulm geboren
1978–1980 Studium an der Akademie der Bildenden Künste Nürnberg, Freie Malerei
Seit 1984 freischaffend tätig, lebt seit 1978 in Wertingen
Zahlreiche Installationen im öffentlichen Raum
Mitarbeit im Kunstkreis der Stadt Wertingen
2006 Kunstpreis der Stadtsparkasse Neu-Ulm
2015 Drei mal drei, Städtische Galerie Wertingen, mit Martha Bilger und Sabine Odensaß
Raum und Spur, Galerie im Kornhaus, Leutkirch im Allgäu
2016 endlos begrenzt, Kunstverein Aichach
2018 Malerei und Keramik, Rathaus-Foyer der Stadt Stadtbergen, mit Ulrich Lingg
Crossed Spheres, Galerie im Kornhauskeller der Ulmer Kunststiftung Pro Arte 

Öffentliche Ankäufe:
Bayerische Staatsgemäldesammlungen München
Museum für bildende Kunst im Landkreis Neu-Ulm, Nersingen-Oberfahlheim
Städtische Sammlungen Neu-Ulm
Städtische Galerie Wertingen

Begleitprogramm

Alle Führungen nur mit telefonischer Anmeldung. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt.
Infos unter Tel.: (0 82 38) 30 01-0

Sonntag, 25. Oktober, 15:00–17:00 Uhr
Sonntagsführung für Erwachsene, 
die Künstlerinnen sind anwesend. 

Sonntag, 01. November, 14:00 und 15:30 Uhr
Sonntagsführungen für Erwachsene 

Sonntag, 15. November, 15:00 Uhr
Künstlergespräch 
Moderation: Dr. Mechthild Müller-Hennig 

Sonntag, 22. November, 14:00 und 15:30 Uhr
Kunstbegegnung: 
Familienführungen mit anschl. Kreativ-Werkstatt

Sonntag, 27. Dezember, 14:00 und 15:30 Uhr
Sonntagsführungen für Erwachsene 

Sonntag, 03. Januar 2021, 14:00 und 15:30 Uhr
Sonntagsführungen für Erwachsene

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Sonderausstellung in der Schwäbischen Galerie
27. September bis 10. Januar 2021

Die Schwäbische Galerie präsentiert Installationen, Objekte, Bilder und Zeichnungen von Beatrix Eitel und Ursula Geggerle-Lingg aus den letzten fünf Jahren. Viele der Arbeiten werden in Oberschönenfeld erstmals ausgestellt. Ausgehend von Linie, Fläche und Raum schufen die beiden Künstlerinnen geometrisch erscheinende Bildwelten, die miteinander in Dialog treten. Beide arbeiten mit diversen Materialien und stets in stark reduzierter Weise. Doch bei allen Gemeinsamkeiten gibt es auch grundlegende Unterschiede.

Zunächst einmal spielt für Beatrix Eitel die Zeichnung eine zentrale Rolle. Auf Hunderten von Blättern entwickelte sie ihre konkrete Formensprache: Stark reduzierte Elemente ordnet sie in serieller Reihung an und vermittelt damit den Eindruck von unendlicher Fortsetzbarkeit. Bisweilen kommt es zu kleinen Abweichungen, die wiederum neue Strukturen generieren. In ihren gefalteten, mehrschichtig gelagerten und teils perforierten Papierarbeiten spielt sie mit der Gegenüberstellung von Kreisen und Kreuzen, die dann durch Überlagerungen miteinander verschmelzen. Eine Art Relief entsteht.

Mit Arbeiten aus bedruckten Materialien aus ihrem alltäglichen Umfeld erschließt Beatrix Eitel den Raum auf vielfältige Weise: vom Relief über fragile, filigrane Gebilde bis hin zu einer voluminös angelegten Deckenarbeit. Und schließlich findet hier eine Entfremdung von der Ausgangsbasis des Materials statt.

Auch Ursula Geggerle-Lingg arbeitet teilweise mit vorgefundenen Materialien, die sie verfremdet. Bei ihr steht ebenfalls die serielle Aneinanderreihung im Mittelpunkt: Kreuzungspunkte zwischen senkrechten und waagerechten Linien verweisen ins Unendliche. Gitterstrukturen entstehen. Diese finden eine Fortsetzung in den Fliesen des Bodens der Galerie: Stets gliedert die Künstlerin ihre Installationen konsequent in den jeweiligen Ausstellungsraum ein.

Mit ihren Bildern reizt Ursula Geggerle-Lingg auch im zweidimensionalen Bereich verschiedene Möglichkeiten aus, die in einfachen geometrischen Elementen stecken. Die Reduktion auf zwei bis drei Farben lässt das jeweilige Motiv besonders prägnant erscheinen. Kreuzungspunkte können dabei in dichter Anordnung den Eindruck eines Gewebes vermitteln oder mit einer lockeren Struktur Transparenz und Tiefe suggerieren. Doch immer erscheinen die Malereien der Künstlerin wie Ausschnitte aus einem großen Kontext. 

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